Neu gestalteter Entenlaich in Langensalza feierlich eingeweiht

Neu gestalteter Entenlaich in Langensalza feierlich eingeweiht

Bad Langensalza. Die Umgestaltung des Platzes in der historischen Altstadt Bad Langensalzas ist nach Investitionen von 2,5 Millionen Euro und knapp zwölf Monaten Bauzeit abgeschlossen.

Die Umgestaltung des Entenlaichs begann mit einer Einladung zum Frühstück. Anfang Februar des vergangenen Jahres berichtete TA-Redakteur Holger Wetzel über den Abriss der Kornmarktgalerie. Der Baggerfahrer, der im Bild in der Zeitung erschien, musste seinen Mitstreitern ein Frühstück ausgeben - eine alte Regel unter den Kollegen. Etwa 16 Monate später ist von Baggern nichts mehr zu sehen. Am Freitag weihte Bürgermeister Bernhard Schönau (FDP) im Beisein von Inge Klaan (CDU), Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, den neu gestalteten Platz ein.

Schwierige Ausgangslage vor Umgestaltung

"Mit dem Entenlaich setzen wir ein weiteres Mal ein Zeichen dafür, wie wichtig uns das Thema Freiraumgestaltung in der Innenstadt ist", sagte Bernhard Schönau . Er verwies auf Bilder aus den Jahren vor dem Umbau und beklagte "das allzu schnelle Vergessen in der Bevölkerung." Viele Bürger nähmen an, dass die Sanierung großer Areale eine Selbstverständlichkeit sei. Viele Jahre hat sich die Stadt mit dem Projekt beschäftigt. Die Ausgangslage war denkbar schwierig: Keines der Grundstücke oder Gebäude am Platz war im Eigentum der Stadt. Vor allem die Kornmarktpassage, die weder von Bürgern noch Händlern jemals richtig angenommen wurde, galt als städtebaulicher Missstand. Peu á peu kaufte die Stadt mehrere Grundstücke - darunter das historische Hufelandhaus - und rief einen Wettbewerb zur Umgestaltung aus. Fünf Planungsbüros beteiligten sich. Der Auftrag ging schließlich an die Planungsgemeinschaft Landschaft und Freiraum aus Kassel und das Ingenieurbüro Zepezauer aus Bad Langensalza. Die Firmen Heinz Werner und Aust Bau Schlossvippach übernahm Abriss bzw. Bau. "Ohne Förderprogramme wäre die Umgestaltung nicht möglich gewesen", sagte Bernhard Schönau . Er verwies auf den frisch beschlossenen Haushalt 2014, mit dem nun Planungssicherheit für andere Projekte bestehe. Der Bürgermeister machte auch klar, dass man die Ansprüche an künftige Sanierungsprojekte nicht senken werde. "Was wir tun, muss für die nächsten Jahrzehnte von Bedeutung sein, nicht nur für den Augenblick. Dies kann auch zum Markenzeichen einer Stadt werden", so Schönau.

"Bad Langensalza hat gute Konzepte"

Staatssekretärin Inge Klaan verwies auf die Wertsteigerung der umliegenden Grundstücke. Der neue Platz habe für eine wesentliche Aufwertung gesorgt. Nur vereinzelte Fassaden rund um das Areal sind noch im unsanierten Zustand. Am auffälligsten ist das Gebäude Herrenstraße 1, für das zur Zeit Pläne entwickelt werden (TA berichtete). Zum Abschluss gab sich Klaan sicher, nicht zum letzten Mal in Bad Langensalza gewesen zu sein. "Bauminister Carius würde sagen: Bernhard Schönau und seine Mannschaft ziehen uns viel Geld aus der Tasche weil sie immer mit guten Konzepten kommen", so Klaan.

Foto: Im Bild zu sehen sind Staatssekretärin Inge Klaan, Bürgermeister Bernhard Schönau, Rosenkönigin Kristin Schöder und Landtagsabgeordnete Annette Lehmann.

Mara Mertin und Friedemann Knoblich / 24.05.14 / TA / zur Quelle

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